Zertifizierter Rating-Analyst

 

Willkommen zum Trainingskurs für Bonitätslenker

In einer Skalierung von (mindestens) 1 - 6 mit zwei zusätzlichen Stufen für Totalausfall sind gemäß Basel II - Richtlinien die Banken verpflichtet, für Kreditkunden ein Rating durchzuführen.

Die Rating - Richtlinien sind für Unternehmenskredite (Definition im Anhang Konsultationspapier II, Übersetzung der Bundesbank) und Privatkunden-Kredite (Definition Anhang Konsultationspapier II) nahezu gleich und werden im Nachfolgenden systematisch dargelegt.

Ein „Fünfrater“, ein in der Skalierung mit der Note 5 klassifizierter Neukunde wird von verschiedenen Banken nicht mehr angenommen, ein „Fünfrater“ - Altkunde wird automatisch daraufhin überprüft, ob er nicht vielleicht schon ein „Sechsrater“ ist, mit möglicher Konsequenz Kreditkündigung/ Kontokündigung.

Gemäß Basel II Richtlinien soll sich das Rating am Zeitraum der kommenden zwölf Monate orientieren, mindestens einmal jährlich ist regelmäßig eine Aktualisierung des Ratings durchzuführen, unterjährige Aktualisierungen sind vorzunehmen, wenn gravierende Veränderungen (z.B. Veränderung in der Geschäftsleitung) bekannt werden (90 Tage Aktualisierung).

Allein aus diesen Vorgaben, die für alle Banken gelten, die dem Zentralbanken - Ausschuss der internationalen Bankenaufsichtsbehörden unterstehen, drängt sich für den einzelnen Kreditnehmer die Notwendigkeit auf, die Methoden der üblichen Ratingsysteme zu kennen und über Umstellungen in Betrieb bzw. Controlling und Rechnungswesen bonitätslenkend einen „Fünfrater“ zu vermeiden.

Die nachfolgend dargestellten Ratingsysteme werden (modifiziert bezüglich der Gewichtung qualitativer und quantitativer Aussagen) bereits von sämtlichen Banken angewendet.

Der Rating - Prozess

Im Kern besteht der Rating - Prozess aus folgenden Prozessschritten :

· Datenerhebung (normierte Listen)
· Analysegespräch (strukturierte Fragen)
· Analyse (maschinell)
· Analyse (Textantworthilfen für strukturierte Fragen)


Die aufgeführten Pflicht -, Soll - und Risikofragen in Verbindung mit Kennzahlen aus dem Bereich Financials und Controlling entsprechen in Aufbau und Umfang einer Due Diligence (gebotene Sorgfalt, Abprüfung auf Kapitalmarktfähigkeit, bis auf versteckte rechtliche Risiken laufende Gerichtsverfahren und voraussichtlicher Ausgang), ausreichender Versicherungsschutz, ungünstige Dauerverträge und Personalfluktuation.

vgl. UNIRVM Lernbaustein Definitionen.

Due Diligence (gebotene Sorgfalt) - A fact-checking process, done before a stock or bond offering. Bei einer due diligence werden über die Bilanz- bzw. Status-Inhalte hinausgehend geprüft, welche belastbaren Verträge vorliegen, Werthaltigkeit, anhängige Gerichtsverfahren, deren Chancen und Auswirkungen, kurz eine Unternehmensprüfung, deren Methoden ab 2005 ergänzt werden wollen, weil die Durchführung der Prüfung bisher zumeist bei den Markteinführern lag bzw. von denen in Auftrag gegeben und „fair prices“ festgesetzt wurden.

Durch die Einbindung in den Rating - Prozess erhält der Kreditnehmer / Betriebsführer die Möglichkeit, Defizite in den Bereichen Planung , Controlling, Risikofrüherkennung, Führungsstruktur und Kommunikation zu beseitigen.

Die Verbindung zu seiner Bank erhält eine neue Qualität, ebenso die des verständigen Beraters/Anlageberaters/Versicherungsmaklers zu seinen Kunden.

Durch die Erfüllung der Bewertungskriterien werden sowohl die Voraussetzungen für Bankenkredite als auch, mit wenigen Modifizierungen, die Finanzierung über den Kapitalmarkt geschaffen.

 

 

001 Abdeckung von Krediten durch Ratings („Jeder Kreditnehmer eines gegebenen Portfolios muss geratet werden, bevor er einen Kredit erhält“ – 2. Konsult.-Pap. Tz 244; „Eine Erneuerung das Ratings, bzw. eine Überprüfung durch eine unabhängige Stelle sollte mindestens einmal jährlich erfolgen“ - 2. Konsult.-Pap. Tz 246)Bankenaufsicht (Kontrolle der Rating-Systeme der Banken, Prognose-Qualität)
002 Bankkredit (an Unternehmen oder an Private)
003 Basel I und Basel II
004 Bewertung von Kreditsicherheiten (Sicherheitsklassen 1 – 6)
005 Bewertung Kreditsicherheiten mit Sicherheitsmargen – Abschläge (Haircuts), physische Sicherheiten
006 Bonitätsprüfung
007 Branchenrating (Tabelle Kurzfrist-Langfrist Rating)
008 Cashflow (Cashflow-Rendite, Cashflow-Eigenkapitalrentabilität)
009 Commercial Real Estate – Residential Real Estate (Risikogewichtung)
010 Credit Spread
011 Definitionen
012 Eigenkapital-Unterlegung
013 Emittenten-Rating
014 Ertrags- und Finanzlage (Financials)
015 Formeln zur Ertrags- und Finanzlage
016 Fragenbereich Analysegespräch
017 Grade (Investment Grade, Non-Investment-Grade) mit Bedeutung für Anlageberater (konservativer Anleger darf nur Investment Grade bekommen)
018 Kreditmanagement (Risikoeinstufung)
019 Kreditwesengesetz (Kernkapital und Ergänzungskapital und deren Verzinsung)
020 Länderrisiko
021 Loan-to-Value
022 Moody’s (Investors Service) – Notation
023 Quantitative Rating Kriterien (Performance, Profitabilität, Stabilität)
024 Risikofaktoren (Business Risks, Financial Risks, Sovereign Ceiling)
025 Standard and Poor’s Notation
026 Standardansatz (Eigenkapitalunterlegung, Verzinsung)
027 Stärken/Schwächen Profil
028 Strukturierte Fragen I (Pflicht-Fragen)
029 Strukturierte Fragen II (Soll-Fragen)
030 Text zweites Konsultationspapier (Übersetzung der Deutschen Bundesbank)
031 USA-Rating-Erfordernisse für Kapitalmarkt

Aktualisierungen – z.B. zu Basel III – sowie globaler Regulierungsrahmen erfolgen im Kursverlauf bzw. über digitale Produktlupe/Informationskiosk.

 

 Links

 

  International Accounting Standards Board
  IASB Update
  IFRIC Update